Interview mit Crowdspondent zu ihrer Politikrecherche

Am 23. April sprach ich mit Lisa Altmeier und Steffi Fetz über ihre aktuelle Politikrecherche:

Diesmal hab ich zusätzlich ein Video angefertigt! Leider gab´s ein paar technische Probleme bei der Aufzeichnung, aber es kommt ja auf den Inhalt des Gesprächs an und der ist gut zu verstehen :-).

Hören, Glauben und Recherchieren

Mit Radio- und Fernsehsendungen kann ich normalerweise gut einschlafen. Heute Nacht hat das überhaupt nicht geklappt.

Letzten Samstag hab ich die evangelische “Morgenandacht” im Deutschlandfunk gehört. In der Mediathek, denn um 6:35 Uhr bin ich oft nicht wach. Darin ist in Ausschnitten ein Lied zu hören, das mir zwar bekannt vorgekommen ist, aber das ich nicht gut kannte. Aus dem einfachen Grund: Ich höre eher selten diese Chartsdudler mit enger Musikrotation. Das Lied: “Wenn sie tanzt” von Max Giesinger. Aufgrund der langen Zitate des Songs hab ich gedacht: Interessant, so viel Popmusik morgens im DLF. Ich weiß sogar noch: ich setzte mich in diesem Moment aufs Sofa. Lied vorbei, umschalten.

Ich hatte gar nicht vor, mich an diesen Moment so genau zu erinnern, aber es ist dann doch passiert: Montag wurde es wieder mal Zeit für den Podcast des Medienmagazins von radioeins. Gleich zu Beginn Zitate von Böhmermann und Campino. Ehrlich gesagt, ich mag weder die Sendung von Jan Böhmermann noch die Musik von Sänger Campino. Aber in einem Punkt muss ich diesmal Campino Recht geben: Natürlich kann sich Musik sozial einsetzen. Der zitierten Beleidigung kann und will ich auf keinen Fall zustimmen. Um die Kritik von Jan Böhmermann zu verstehen, musste ich mir erstmal die 22 Minuten zum Thema Musik aus seiner Sendung vom 6. April anschauen. Gleich vorweg: Bei der Sache mit der Schleichwerbung gebe ich Jan Böhmermann völlig Recht. Schleichwerbung sollte nicht in Musikvideos vorkommen! Aber er kritisiert noch mehr: deutsche Popmusik am Beispiel der Musik von Max Giesinger. So zitiert er die Titel “80 Millionen” und “Wenn sie tanzt” – also damit auch den Titel, der einige Tage später in der “Morgenandacht” im DLF zu hören sein würde. Böhmermann kritisiert, dass die deutsche Popmusik keine politischen Standpunkte beziehen würde. Ich finde: Muss das Musik denn? Erlaubt die Kunstfreiheit nicht viel mehr, dass man sich aussuchen kann, ob man nur beschreibt oder kritisiert?

Von Journalismus wünschen sich viele Neutralität, warum sollte dann ein Lied nicht einfach beschreiben dürfen? Im Lied “Wenn sie tanzt” werden Schwierigkeiten einer alleinerziehenden Mutter erzählt. Muss in so einem Song unbedingt erklärt werden, wie genau man Alleinerziehenden helfen kann? Ich finde: Nein! Ein Lied ist keine Ratgebersendung! Und das Tanzen ist natürlich keine Lösung, die das Leben für Alleinerziehende leichter macht. Aber der Frau im Song bringt das Tanzen eine Pause vom Alltag. So verstehe ich das Lied. Im Video sieht man zusätzlich, von was sie träumt: Von schönen Landschaften und einem Abend mit Freundinnen. So sieht man sie beispielsweise in Berlin am Märchenbrunnen und an der Straßenbahnhaltestelle “Am Friedrichshain” (Ja, das hab ich extra recherchiert!).

Reicht ein solches Video, um sich zum Thema selbst eine Meinung zu bilden? Kann es Gefühle auslösen? Ja sicher! Dafür empfehle ich einfach mal die “Morgenandacht” nachzuhören! Da erzählt die Pfarrerin, was das Musikvideo bei ihr und einem Mädchen auslöst.

Böhmermann hat dann noch eine Parodie zu Giesingers Musik aufgenommen mit dem Titel “Menschen Leben Tanzen Welt”. Da hat er ganz richtig erkannt, welche Themen oft in Musik vorkommen. Und Parodien mag ich eigentlich. Beispielsweise “How to write a love song” der australischen Gruppe “Axis of Awesome”. Aber diese Parodie geht etwas zu weit finde ich: Von Affen ausgewählte Zitate zusammengesetzt zu einem Songtext. Ein Text mit wenig Zusammenhang. Das ist bei Giesinger überhaupt nicht der Fall. besonders im Tanz-Song wird eine Geschichte erzählt, keine Sprüche aneinandergereiht! Böhmermann bemängelt, dass die Lieder nicht politisch seien. Warum macht er dann kein Positivbeispiel? Ich hab vier Songs aus den aktuellen Charts – also 4 aus 99 – ausgewählt. 99, da ich das Lied von Jan Böhmermann ja nicht mit sich selbst vergleichen kann. Alle vier Songs hatten eine einfache Melodie. Aber keines hat einen annähernd so zusammensetzten Text wie der Song von Böhmermann. Sie alle erzählen eine Geschichte.

Ich finde, es war auch ein Fehler, dass das Lied bei Jörg Wagner im Medienmagazin von radioeins zu hören war. Hat Jan Böhmermann nicht schon genug Aufmerksamkeit? Und wenn er den Musikpreis “Echo” so sehr kritisiert: Warum will er dann, dass die Affen, die den Text für seinen Song auswählten, einen Preis bekommen?

Und jetzt etwas ganz, ganz persönliches: Normalerweise kritisiere ich selbst ständig: Mal die Medien, mal, wenn Leute Nachrichten nur von facebook statt aus gedruckten Zeitungen oder von Privatsendern statt von der tagesschau beziehen. Ich rede Unterhaltungssendungen schlecht und sage anderen: Warum guckt ihr so einen Blödsinn? Aber: Ich lasse mir keine Musik schlechtreden, die schön klingt! So viel Schönes muss sein! Das Lied ist schön, das Video ist schön. Es sorgt für Gefühle und Gespräche. Es zeigt ein Thema, ohne eine Meinung strikt vorzugeben. Es lädt zum Nachdenken ein. Daher: Danke an Max Giesinger und alle, die an dem Musikvideo mitgewirkt haben! Danke an Pastorin Claudia Aue für diese gute Morgenandacht! ich werde weiterhin regelmäßig die Sendungen der evangelischen Kirche im Radio hören und weiterhin regelmäßig die Sendungen von Jan Böhmermann nicht schauen. Für das Lied “Wenn sie tanzt” hab ich mittlerweile 1,29 Euro ausgegeben. Jetzt kann ich es mir immer wieder anhören. Immerhin 21 Cent davon gehen an den Staat. Hoffentlich wird der Betrag gut investiert. Steuern zahlt man für das Lied von Jan Böhmermann auch, aber ich finde: das von Max Giesinger ist viel schöner.

Dank Jörg Wagner und Jan Böhmermann bin ich jetzt Fan eines Songs von Max Giesinger und einer Morgenandacht von Claudia Aue. Ob das so gewollt war?

 

Quellen:

vevo.com: Musikvideo “Wenn sie tanzt” von Max Giesinger

zdf.de: Böhmermanns Kritik an der Musikindustrie

evangelisch.de: Morgenandacht von Claudia Aue

radioeins.de: Medienmagazin mit Jörg Wagner

Unfassbar alt – unfassbar aktuell?

Uralter Stuhl tötet Besitzer! Milchkanne rettet Leben des Besitzers! Schlagzeilen völlig ausgedachter Fake-News? Wirklich gelogen oder kann so etwas wirklich passieren? Gestern Abend saß ich vorm Bildschirm und hatte die “tagesthemen” eingeschaltet. Aber ehrlich gesagt hatte ich in diesem Moment keine Lust auf Nachrichten und wollte Unterhaltung. Nach etwas Stöbern in der Mediathek der RTL-Gruppe fand ich die Sendung “X-Factor – Das Unfassbare” wieder. Erst nach Starten des Videos fiel mir auf, dass die Sendung doch ziemlich aktuell ist.

“Das Unfassbare” ist keine Nachrichtensendung, bei der jede Geschichte auf nachprüfbaren Fakten basiert. Stattdessen werden Kurzfilme gezeigt, die mal komplett erfunden sind, mal auf wahren Tatsachen aufgebaut sein sollen. So jedenfalls die Behauptung in der Sendung. Was nun wahr und was gelogen sein soll, erfährt man erst am Ende der Sendung.

So schaue ich also die beiden aktuell verfügbaren Sendungen und schon kommen mir die Geschichten bekannt vor. Ob wahr oder gelogen kann ich nicht sagen, aber die Handlung kenne ich noch.  Denn diese Sendung hab ich schon als Schülerin geschaut, immer am frühen Samstagmorgen. Meist sah mein Samstagmorgen exakt so aus: “Das Unfassbare” einschalten, Frühstücken und mich über die Klingeltonwerbung ärgern. Selbst an mein Frühstück kann ich mich noch erinnern: Es bestand meist aus einem kleinen Pizzastück und einer “Mexikostange” aus der Bäckerei und einem Mettbrötchen. Lecker. Mir fiel auch nie etwas aus dem Mund, trotz der gruseligen Geschichten. Meist half mir bei Grusel aus dem Fenster zu schauen, zur Sendezeit am Samstagmorgen war es meist schon schön hell. Der Ausstrahlungstermin am Sonntagnachmittag kam aufgrund der “Formel-1”-Rennen nicht infrage. Heute Nacht gab´s natürlich kein Sonnenlicht, aber die meisten Geschichten endeten glücklich. Auch das Frühstück fehlte so kurzfristig, also aß ich einfach ein Brötchen.

Im vergangenen Jahr war ein oft gebrauchtes Wort “postfaktisch“. Seit ein paar Wochen hört man vermehrt etwas von “Fake-News”. Ein anderes Wort, meint aber das gleiche.  Und dazu passt die Sendung: Sie lehrt nicht nur (wie in einer der beiden aktuellen Folgen zu sehen), dass man mit den Ohren vorsichtig umgehen soll, sondern auch, dass man nicht alles glauben soll, was man sieht. So ist die erzählte Story, dass ein Mann aufgrund von Lärm besser hören kann, natürlich völliger Quatsch. Wird auch so in der Sendung gesagt. Also: Prüfen ob eine Geschichte wahr ist und aus der Wahrheit Schlüsse ziehen, nicht aus dem Märchen! Gilt in der Sendung wie auch im Internet.

Erstaunlich finde ich persönlich, dass diese Sendung zum einen noch regelmäßig im Programm ist, zum anderen immer mal wieder neue Artikel über die Sendung erscheinen. Ein besonders lesenswerter Text ist dieser aus der “Kreiszeitung”, in dem Mara Schumacher auch von der Geschichte mit den “roten Augen” schreibt. Und ja, auch ich habe diese Geschichte noch im Kopf. Ob sie wirklich wahr ist? Kann ich mich auf die Quelle “X-Factor – Das Unfassbare” verlassen? Als zukünftige Journalistin muss ich sagen: Nein, ich muss eine zweite Quelle suchen. die beiden oben erwähnten Geschichten sollen laut Sendung auch wirklich passiert sein: Ein alter Stuhl brachte Menschen Unglück, die auf ihm saßen, einschließlich Napoleon. Und eine bewegliche Milchkanne eines Bauern brachte einen Mann dazu nach dem Bauern zu schauen – der gerade einen Schlaganfall hatte.

Ob ich nach diesen Geschichten nun wirklich Probleme bekomme beim Einschlafen, wie Mara Schumacher schreibt? Egal, ich gucke jetzt erstmal die “tagesthemen”. Aber ob ich nach Berichten von Hungersnot und Bürgerkrieg besser einschlafen kann?

Der unvollständige Livestream

Wenn Livestreams im Netz unterbrochen werden, dann hat das oft rechtliche Gründe. Manchmal aber auch Gründe, die einem nicht sofort einfallen.

Mittlerweile gibt es fast jeden Fernsehsender der ARD im Livestream zu sehen. Alle bis auf zwei: radiobremenTV und tagesschau24. Zu letzterem gibt es zwar einen Stream mit diesem Namen in der Mediathek, aber der Name stimmt nicht rund um die Uhr. Denn der Stream ist der gleiche, den es auch auf tagesschau.de zu sehen gibt, und der besteht in der Regel tagsüber aus den tagesschau-Sendungen auf tagesschau24, aber auch Sendungen des Ersten. So gab´s dort am vergangenen Sonntag auch den “Presseclub” zu sehen. Und die tagesthemen gibt´s im Stream auch nicht zur Sendezeit von tagesschau24, sondern live. Es sei denn natürlich, man spult zurück, was je nach Gerät auch möglich ist.

Je nachdem, auf welchem Gerät man zusieht und wie gut die Internetverbindung ist, kann man den Stream auch in HD sehen. Der Pausenfilm, der zwischen den übertragenen Sendungen läuft, ist beispielsweise in HD. Früher hab ich im Stream auch öfter Livesendungen wie die 20-Uhr-Sendung in HD sehen können. Diese Sendungen waren meist erkennbar daran, dass das Senderlogo im Stream fehlte. Schaltete ich aber in den letzten Monaten abends ein, dann sehe ich meist eine Übernahme des “Ersten” – in SD-Qualität. Hat natürlich einen Vorteil: Wird der Stream zu spät abgeschaltet, läuft einfach das Fernsehprogramm weiter. Man kann also nicht sehen, wie der Sprecher das Studio verlässt und das Licht ausgeht. Das konnte man früher öfter mal sehen, besonders im alten Studio. Tagsüber sieht man die Übertragung von tagesschau24 übrigens auch nur in SD. Das Programm gibt´s in HD, der Stream kann HD übertragen, aber zu sehen gibt´s SD-Qualität.

Und warum man nicht durchgehend tagesschau24 überträgt sondern teilweise sogar Sendungen, die man auch im “Ersten” sehen kann, das ist mir nicht wirklich klar. Seitdem es auch einen Stream des “Ersten” gibt, braucht man keine Doppelübertragung mehr. Wer also tagesschau24 rund um die Uhr sehen will, de hilft die Mediathek der ARD nicht weiter. Als ich diesen Beitrag schrieb, erzählt mir die Mediathek im Programm, es liefe die Sendung “Wir lieben Euren Müll”. Starte ich den Stream, sehe ich aber den Pausenfilm. Immerhin in HD. Was nun? Antennenfernsehen DVB-T? Hilft mir hier nicht, im Südwesten wird das Programm über Antenne nicht ausgestrahlt. Auch, als “EinsPlus” eingestellt wurde, wurde es ersetzt durch “one”. Immerhin: Wenn ich die aktuell laufende Sendung sehen will, dann kann ich die in der Regel in der Mediathek finden. Was auch daran liegt, dass tagesschau24 nachts meist Programm der Regionalsender wiederholt.

Übrigens: Nachts kommt im “tagesschau.de”-Stream noch weniger, nichtmal alle Nachrichtensendungen des “Ersten”. Kurze zweiminütige tagesschau-Ausgaben werden in der Regel in diesem Stream nicht übertragen, stattdessen heißt es, dass die nächste Sendung das “Morgenmagazin” sei. Übrigens schon seit gestern Abend. Denn heute gab´s während des “Nachtmagazins” auch den Pausenfilm zu sehen mit dem Hinweis auf´s “Morgenmagazin”. Ob vielleicht kurzzeitig dennoch das “Nachtmagazin” gezeigt wurde, kann ich nicht beurteilen, ich wollte nicht 20-Minuten lang den Pausenfilm schauen. Aber spule ich im Stream in Minutenschritten durch die Sendezeit, dann sehe ich keine Sendung.

TäglichDabars – Folge #40

Und heute wieder einen Wunsch: Bitte liebe tagesschau, bitte keine Erwähnung der App mehr in den Nachrichten! Ich weiß mittlerweile, dass es diese App gibt und dass es da viele viele zusätzliche Informationen gibt. Einen ausführlichen Test der App gibt´s hier im Blog nachzulesen. Und wenn ich wissen möchte was es dort neues gibt, dann schaue ich doch in die App und nicht die Fernsehsendung! Was machen die Leute ohne Smartphone oder Tablet? Die bekommen nun ständig einen Hinweis auf etwas, was sie nicht nutzen können! Gleiches galt ja vorher schon für Menschen ohne Computer und dem Hinweis auf den Webauftritt “tagesschau.de”, aber daran haben sich die meisten denke ich mal nach einigen Jahren gewöhnt. Ich finde, die Einblendung am Ende der Sendung sollte ausreichen, eine Erwähnung in der Sendung brauche ich nicht. Wenn man in der Sendung ein paar Sekunden Zeit hat, die App zu erwähnen, dann doch bitte im Sommer auch ein paar Sekunden Zeit dafür nehmen, Fußballergebnisse des Pokals auch von Spielen ohne Erstligabeteiligung zu erwähnen. Schließlich ist das der Pokal und nicht die Liga. Gab vor einigen Jahren sogar ein Halbfinale ohne Erstligabeteiligung.

TäglichDabars – Folge #39

Heute wieder eine Forderung: Deutlich sprechen! Das hat unzählige Vorteile für die Hörer. Erstens: Man kann auch zum Einschlafen zuhören, wenn man das Radio ganz leise stellt. Zweitens: Wer sich gerne beim Duschen informiert, kann ebenfalls zuhören, da trotz der Nebengeräusche noch alles verstanden wird. Schlecht aber, wenn dann in der gleichen Sendung die Wort-Lautstärke sich ändert. Bei Musik ist eine sich ändernde Lautstärke gewünscht, beim Wort stört sie nur, wenn man nachregeln muss (was beim Duschen schlecht geht). Drittens: Sogenanntes “Speed Listening” (schnelles Hören; mehr Infos hier) wird möglich! Ich hab´s getestet: Die Nachrichten des Deutschlandfunks verstehe ich noch bei 3,5-fachem Tempo in der Podcast-App “AntennaPod”. Es kommt aber auch auf die Software an: Dieselbe Sendung verstehe ich am PC mit dem VLC-Player bei gleichem Tempo viel schlechter.

TäglichDabars – Folge #38

Mehr ans Internet denken! Diese Forderung habe ich heute. Ich bin gerade dabei die tagesthemen vom vergangenen Abend im Internet zu sehen. An einer Stelle bekomme ich eine blaue Schrifttafel zu sehen anstatt der ursprünglich gezeigten Bilder. Ich höre weiterhin den Kommentar und Stadiongeräusche. Ist ja schön, wenn man passende Bilder zum Beitrag einblenden möchte, genau das ist ja Fernsehen. Aber wenn immer mehr Leute im Internet schauen und dort diese Bilder nicht zu sehen bekommen dann geht für immer mehr dieser unterstützende Effekt dieser Bilder verloren. Warum also nicht Fußballbilder verwenden, für die man auch die Internetrechte hat?

TäglichDabars – Folge #37

Viele sind erleichtert darüber, dass im polnischen Parlament bald wieder die alten Regelungen für Journalisten gelten sollen. Dazu möchte ich anmerken: Hundertprozentige Pressefreiheit gibt es nirgends und ist auch fast unmöglich! Denn was heißt Pressefreiheit? Theoretisch kann nicht jeder polnischer Journalist aus dem Parlament berichten – schließlich ist das Parlament kein Stadion mit zigtausenden Plätzen. Es muss also ausgewählt werden. Wichtig beim Auswählen – nicht nur im polnischen Parlament, sondern überall auf der Welt bei Ereignissen aller Art: Wer gilt als Presse? Nur hauptberuflich arbeitende? Auch Nebenberufler? Auch Blogger? Außerdem müssen Menschen auch ihre Arbeit machen können: Angenommen, 500 Journalisten wollen von einem Gipfeltreffen berichten und jeder möchte mit jedem Politiker ein Interview. Würden die Politiker nur noch Interviews geben, hätten sie keine Zeit für ihre Arbeitstreffen. Also: Eine komplette Pressefreiheit kann es nicht geben. Ziel muss aber sein, so viel Pressefreiheit wie möglich sicherzustellen. Daher ist die Entscheidung der polnischen Regierung richtig.

TäglichDabars – Folge #36

Gestern schrieb ich an dieser Stelle: “Morgen gibt´s – sollte es nichts wichtigeres geben – an dieser Stelle einen neuen App-Test.” Tja, und es gibt etwas wichtigeres: Studium. In den nächsten Wochen müssen mehrere wissenschaftliche Arbeiten geschrieben werden und die brauchen auch Zeit. Natürlich könnte ich schnell zur getesteten Zeitungsapp meine Erfahrungen in einen Beitrag fassen. Aber der sollte sich ja auch gut lesen lassen und nicht eine Stichpunktliste geben wie: Bedienung – gut, Schriftgröße – mittelgut, Inhalte – sehr gut, fertig. Bringt ja in so einer Form keinem was. Aber der Test erscheint noch, versprochen! Aktuell fehlt mir dafür aber einfach die Zeit. Dennoch: Täglich heißt täglich, und so werde ich zumindest kurze Meinungen oder auch einfach mal Tipps geben, also interessante Radiosendungen, Fernsehsendungen oder Zeitungsartikel vorstellen. Und weil ich gestern beim Lesen einen Zeitungsartikel interessant fand, möchte ich ihn hier mal weiterempfehlen:

http://www.rheinpfalz.de/nachrichten/titelseite/artikel/3-0-0/

Der Artikel hat mich auch deshalb gefreut, weil ich auch gerne in den Videotext schaue und sogar die App des ARD-Textes auf meinem Smartphone installiert habe! Nutze diese App sogar lieber als die der tagesschau.