{"id":851,"date":"2021-08-08T07:26:31","date_gmt":"2021-08-08T05:26:31","guid":{"rendered":"https:\/\/dabars.de\/blog\/?p=851"},"modified":"2021-08-08T14:34:25","modified_gmt":"2021-08-08T12:34:25","slug":"coronavirus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dabars.de\/blog\/coronavirus\/","title":{"rendered":"Gedanken zur Coronavirus-Politik"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine ganz pers\u00f6nliche Sicht auf Ma\u00dfnahmen, Verordnungen und die Gesellschaft in den vergangenen rund eineinhalb Jahren. Mit einer Ansicht zwischen Hysterie und Ignoranz. Ein Text f\u00fcr Politiker und Medienschaffende, f\u00fcr Linke und Rechte, f\u00fcr Liberale und Autorit\u00e4re, f\u00fcr Ma\u00dfnahmenbef\u00fcrworter und Querdenker. Und f\u00fcr alle, die ihre Sicht auf die Anti-Pandemie-Politik \u00fcberdenken k\u00f6nnen und wollen. Worte zum Nach- und Mitdenken.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ich bin schon lange ein vorsichtiger Mensch, wenn es um Viren und Bakterien geht. Und ich verreise gerne mit dem Zug. Es kommt f\u00fcr mich schon seit einigen Jahren nicht infrage, gerade noch einen Fahrscheinautomat bedient zu haben oder etwas gekauft zu haben und mir danach an den Mund zu fassen oder auch nur ein gerade gekauftes Sandwich ohne die Verpackung oder eine Serviette zu greifen. Wenn ich nach Hause komme, dann wasche ich mir ziemlich fr\u00fch die H\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich erinnere mich noch an den Abend des 4. Februar 2020. Die Nachrichten \u00fcber das neue Coronavirus wurden h\u00e4ufiger. In Kaiserslautern standen an jenem Abend zwei gr\u00f6\u00dfere Ereignisse an: Das DFB-Pokalspiel gegen D\u00fcsseldorf und die Veranstaltung der SPD, bei der sich die Bewerber um die Bundestagskandidatur zum ersten Mal ausf\u00fchrlich der Parteibasis vorstellten. Als Mitglied der SPD interessierte mich nat\u00fcrlich die Parteiveranstaltung mehr. Schon auf dem Weg dorthin f\u00fchlte ich mich verunsichert, nachdem jemand mit Erk\u00e4ltungssymptomen in den Bus gestiegen war. F\u00fcr viele mag eine solche Situation kein Grund zur Besorgnis gewesen sein. Damals. Es hie\u00df ja schlie\u00dflich, dass das Gesundheitssystem gut vorbereitet gewesen sei. Und wer sich Sorgen wegen einer m\u00f6glichen Ansteckung mit dem neuen Coronavirus machte und das \u00e4u\u00dferte, konnte damit rechnen, f\u00fcr manche als Panikmacher zu gelten. So gab ich zwar bei der SPD-Veranstaltung keinem die Hand, begr\u00fcndete das aber nicht mit meiner Sorge vor dem Coronavirus, sondern mit einem leichten Kratzen im Hals (was wohl eher vom wenigen Trinken kam) und mit der \u201eGrippezeit\u201c. Wichtig war: Blo\u00df nicht der geltenden Meinung zum Coronavirus widersprechen und als Verschw\u00f6rungstheoretikerin gelten!<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang M\u00e4rz stand eine Sitzung der Jusos Kaiserslautern an. Auch zu diesem Zeitpunkt in Pr\u00e4senz und ohne PCR-Tests, ohne gro\u00dfe Abst\u00e4nde, ohne Masken. Ich blieb der Sitzung fern. Nur wenige Tage sp\u00e4ter ging es Schlag auf Schlag: Eine Veranstaltung nach der anderen, ob gro\u00df oder klein, wurde abgesagt. Und das noch, bevor die ersten strengen Verordnungen in Kraft traten. Diskutiert wurde damals dennoch viel. Ich habe in meinem Archiv nachgesehen was vorgeschlagen und teilweise auch umgesetzt wurde und wie ich dazu stand. Ausgangssperren sah ich von Anfang an kritisch. Menschen verbieten zu wollen, sich im Stadtpark aufzuhalten, fand ich eine auch eher fragw\u00fcrdige Idee. Ich hatte anfangs bef\u00fcrwortet, stattdessen erst einmal Gastst\u00e4tten zu schlie\u00dfen \u2013 was dann auch passiert ist. Im Gro\u00dfen und Ganzen waren mir aber damals schon die Freiheitsrechte der einzelnen Menschen und die demokratische Mitbestimmung der Parlamente wichtig. Mit der Kritik an den ersten, fr\u00fchen Freiheitseinschr\u00e4nkungen war ich damals auch nicht allein. Au\u00dferdem konnten Parlamente sehr bald wieder zusammenkommen und h\u00e4tten \u2013 wenn es notwendig gewesen w\u00e4re \u2013 auch schnell entscheiden k\u00f6nnen. Wie schnell das gehen kann, konnten wir im Fr\u00fchjahr dieses Jahres bei der \u201eBundesnotbremse\u201c sehen. Aber auch derzeit gibt es noch etliche Beschr\u00e4nkungen, die dazu f\u00fchren, dass ich unzufrieden mit der aktuellen Politik bin. Ich f\u00fchle mich zu wenig ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht einfach, alle zu ber\u00fccksichtigen. Nat\u00fcrlich muss das Gesundheitssystem vor \u00dcberlastung gesch\u00fctzt werden: Die \u00c4rzte und Pflegekr\u00e4fte machen eine wichtige Arbeit und sollten nicht \u00fcberfordert werden. Und jeder sollte sich so gut wie m\u00f6glich vor dem Virus sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Dennoch sind Freiheitsrechte ein hohes Gut und ein Weg raus aus der Pandemie und raus aus allen Beschr\u00e4nkungen der Anti-Coronavirus-Verordnungen sollte sichtbar sein. Diesen sehe ich aber nicht wirklich: Viele Einschr\u00e4nkungen werden verl\u00e4ngert und einige Menschen fordern schon eine Maskenpflicht \u00fcber die Pandemie hinaus. Mit der Maskenpflicht haben die meisten anscheinend keine gro\u00dfen Probleme. Wenn es aber Probleme damit gibt, dann habe ich das Gef\u00fchl, dass diese gerne bagatellisiert werden. Dabei hie\u00df es anfangs noch, dass eine Maske \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur als ein zus\u00e4tzlicher Schutz angesehen werden soll. Andere Ma\u00dfnahmen sollten unbedingt weiterhin eingehalten werden. Mittlerweile habe ich aber den Eindruck, dass zwar vieles vernachl\u00e4ssigt werden kann \u2013 inklusive eines Mindestabstandes in manchen Situationen \u2013 jedoch blo\u00df nicht die Maske! Maske hier, Maske dort. Nachteile dadurch? F\u00fcr viele vernachl\u00e4ssigbar oder nicht vorhanden. F\u00fcr viele andere gibt es jedoch Nachteile! Es gibt zwar Ausnahmeregeln f\u00fcr Menschen mit g\u00fcltigem Attest, jedoch sind diese so wenig wirksam, sodass schon Menschen mit einem solchen Attest nicht in ein Gesch\u00e4ft gelassen wurden \u2013 mit Verweis auf das Hausrecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer kein Attest hat, aber eine Maske auch nicht \u00fcber Stunden verwenden kann, muss verzichten: Mittlerweile kann man eigentlich fast alles wieder machen wie vor der Pandemie \u2013 wenn man f\u00e4hig und bereit dazu ist, auch \u00fcber mehrere Stunden hinweg eine Maske zu verwenden. Beispielsweise bei einer Zugfahrt. Es gibt mittlerweile Werbespots der Bahn mit maskierten Menschen im Zug. Eine wirklich entspannte Zugfahrt sieht f\u00fcr mich anders aus. Ob ich jemals wieder an meinem Geburtstag eine maskenfreie Zugreise innerhalb Deutschlands machen darf? Schlie\u00dflich liegt mein Geburtstag im Winterhalbjahr \u2013 in der Grippezeit! Ob ich jemals wieder maskenfrei auf eine gr\u00f6\u00dfere Demonstration gehen darf? Oder maskenfrei ins Hotel? Aber: Mit meinem Verzicht auf Reisen tue ich eigentlich mindestens genauso viel gegen die Virusverbreitung wie jene, die mit Masken verreisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut der FAZ soll Spahn eine Maskenpflicht planen, die bis zum Fr\u00fchjahr 2022 dauern soll[1]. Und dann? Es k\u00f6nnen sich bereits jetzt fast alle Deutschen impfen lassen, wenn sie mindestens 12 Jahre alt sind. Warum haben wir also weiterhin staatliche Einschr\u00e4nkungen? Ist die Impfung nicht mehr die gro\u00dfe L\u00f6sung gegen das Coronavirus? Warum habe ich mich impfen lassen? Damit ich bestenfalls nicht schwer krank werde, klar. Aber habe ich mich impfen lassen, um weiterhin nur mit Maske in die Bahn oder ins Hotel oder auf eine gro\u00dfe Demonstration gehen zu d\u00fcrfen? Bekommen wir eine Maskenpflicht ohne Ende? Falls nicht, dann frage ich: Wann wird dieses Ende sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Und welche Auswirkungen hat die Maskenpflicht auf unser Miteinander? Ein Menschenbild, das den anderen m\u00f6glichst neutral und frei von Vorurteilen als Mitmenschen sieht, mag vielleicht auch zu weniger Konflikten f\u00fchren als ein Menschenbild, das den anderen als \u201eMensch, der mich mit Viren anstecken kann und deshalb gef\u00e4lligst eine Maske verwenden soll\u201c sieht. Sollte nicht auch hier eine Art \u201eUnschuldsvermutung\u201c gelten, damit man nicht per Verordnung verpflichtet werden kann sich so zu verhalten, als sei man infekti\u00f6s?<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Menschenbild k\u00f6nnte man auch Demonstrationen wieder normal stattfinden lassen, anstatt sie zu verbieten. Am 1. August in Berlin war manches meiner pers\u00f6nlichen Meinung nach nicht in Ordnung: Zum einen, dass der Gewerkschafter J\u00f6rg Reichel am Rande einer Demonstration angegriffen wurde[2]. Zum anderen finde ich aber auch das Handeln der Polizei teilweise fragw\u00fcrdig. Mittlerweile besch\u00e4ftigt sich sogar Nils Melzer mit Geschehnissen aus Berlin[3]. Melzer ist der \u201eSpecial Rapporteur on Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment or Punishment\u201c[4]. Er ist also der Sonderberichterstatter \u00fcber Folter und andere grausame, unmenschliche oder herabsetzende Behandlung oder Bestrafung. Das schreibe ich deshalb so vollst\u00e4ndig, weil es zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchren k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich nur \u201eSonderberichterstatter \u00fcber Folter\u201c schreiben. Dennoch sollte Melzers Interesse auch uns interessieren und bei uns zu einer Diskussion \u00fcber Polizeibefugnisse f\u00fchren. Kritik von linker Seite gegen\u00fcber den Polizeieins\u00e4tzen in Berlin bekam ich interessanterweise nicht so sehr mit wie nach anderen gr\u00f6\u00dferen Eins\u00e4tzen. Auch ich sehe mich politisch eher links als rechts \u2013 was ja f\u00fcr eine junge Sozialdemokratin auch \u00fcblich ist. Kritik an Polizeieins\u00e4tzen und den Befugnissen der Polizei ist deshalb f\u00fcr mich nichts neues. Neu vielleicht in dieser \u00f6ffentlichen Form. Aber in meinem Umfeld habe ich schon \u00f6fter Kritik ge\u00fcbt. Unter anderem kritisierte ich \u00c4nderungen im Strafgesetzbuch zum Thema \u201eWiderstand gegen Vollstreckungsbeamte\u201c. Dieser Paragraph war nach meinem Verst\u00e4ndnis mal anders gedacht, als man ihn vielleicht heute verstehen w\u00fcrde. Ich finde es erstaunlich, was aus einem Paragraphen im Laufe der Zeit werden kann. Dies hier ausf\u00fchrlich zu thematisieren, w\u00fcrde aber zu weit f\u00fchren. Deshalb empfehle ich besser die Lekt\u00fcre eines Betrages von Professor Singelnstein bei der \u201eS\u00fcddeutschen\u201c[5] und eines Interviews mit ihm auf \u201enetzpolitik.org\u201c[6].<\/p>\n\n\n\n<p>Erstaunlich finde ich auch, dass nicht einmal m\u00f6glich gemacht wurde, dass sich jeder so gut vor dem Virus sch\u00fctzen kann, wie er es m\u00f6chte. Ein Sch\u00fcler in Rheinland-Pfalz wollte lieber Fernunterricht statt Pr\u00e4senzunterricht, bekam aber vor Gericht nicht Recht[7]. Im Beschluss des OVG Rheinland-Pfalz aus dem Oktober 2020[8] wird interessanterweise ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts aus dem Mai 2020 erw\u00e4hnt, in dem es hei\u00dft, dass \u201eein gewisses Infektionsrisiko mit dem neuartigen Corona-Virus derzeit f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung zum allgemeinen Lebensrisiko\u201c geh\u00f6ren w\u00fcrde[9]. In Baden-W\u00fcrttemberg war es \u00fcbrigens noch lange m\u00f6glich, sich f\u00fcr den Fernunterricht zu entscheiden, soweit das m\u00f6glich war. Es scheint zumindest f\u00fcr manche einen Korridor zu geben, in dem man sich aufhalten darf. Zu wenige Schutzma\u00dfnahmen? Falsch! Zu viele? Manchmal auch falsch!<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem hatten wir Ma\u00dfnahmen, deren Wirksamkeit ich doch anzweifeln m\u00f6chte. Eine davon war ein Alkoholverbot im \u00f6ffentlichen Raum. Es galt in Rheinland-Pfalz noch wochenlang, nachdem \u00e4hnlich klingende Verbote in anderen Bundesl\u00e4ndern bereits abgeschafft wurden \u2013 teilweise aus rechtlichen Gr\u00fcnden, wie Anfang Februar in Brandenburg[10]. Die Ausgangsbeschr\u00e4nkungen sind f\u00fcr mich ein Beispiel f\u00fcr eine Ma\u00dfnahme, die m\u00f6glicherweise keine oder kaum Wirkung auf das Infektionsgeschehen hatte. Der Sinn, n\u00e4chtliche Spazierg\u00e4nge zu verbieten, nicht aber Spazierg\u00e4nge tags\u00fcber, wenn mehr Menschen unterwegs sind, ergibt sich mir nicht. Es k\u00f6nnten sich nachts Menschen treffen? Es k\u00f6nnen auch nachts Autounf\u00e4lle passieren, beispielsweise aufgrund von Trunkenheit. Verbieten wir deshalb n\u00e4chtliches Autofahren? Der geplante \u201eOster-Lockdown\u201c (ein Oxymoron, wie ich behaupten w\u00fcrde) wurde gl\u00fccklicherweise gar nicht erst umgesetzt. Auch eigentlich nicht gut in der Praxis umsetzbar: Masken sollen in der Gastronomie erst am Platz abgesetzt werden \u2013 so die Verordnung, aber eigentlich sollte man sich danach die H\u00e4nde waschen \u2013 so das Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte[11]. Apropos Maskenpflicht: Seit ein paar Wochen gilt sie in Sachsen beim Einkaufen nur noch unter bestimmten Bedingungen. Vergleicht man die beim RKI[12] ver\u00f6ffentlichten Inzidenzzahlen von Sachsen vom 16. Juli und 6. August mit denen der gesamten Bundesrepublik der gleichen Zeitpunkte, dann ist der Anstieg der Zahlen in Deutschland und in Sachsen ziemlich \u00e4hnlich. Erstaunlich, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Und was macht unsere Bundesregierung? Von ihr gab es Werbespots mit Menschen, die zu Helden wurden, weil sie zu Hause geblieben seien. Was es aber nicht gab war ein Pandemie-Grundeinkommen f\u00fcr alle, das dieses heldenhafte Verhalten einfacher gemacht h\u00e4tte. Mittlerweile l\u00e4uft ein Spot, der f\u00fcr die Impfung werben soll \u2013 mit der Melodie von Howard Carpendales \u201eHello Again\u201c und unter anderem mit einer gut gef\u00fcllten Stadiontrib\u00fcne und Menschen ohne Maske im Gesicht. Nur: Ist das wirklich gewollt? Das Virus wird voraussichtlich nicht wieder komplett verschwinden. Werden also in den kommenden Jahren weiterhin Fu\u00dfballmannschaften in Quarant\u00e4ne geschickt und deshalb Spiele abgesagt? Wird auch in mehreren Jahren noch die Zuschauerzahl im Stadion aufgrund zu hoher Inzidenzzahlen verkleinert, wie es k\u00fcrzlich in Kaiserslautern passiert ist[13]?<\/p>\n\n\n\n<p>Mir fehlen die klaren Perspektiven und die klaren Aussagen, wann und ob \u00fcberhaupt einzelne Ma\u00dfnahmen enden werden. Eine Maskenpflicht in manchen Bereichen und w\u00e4hrend des Winters noch \u00fcber Jahre und Jahrzehnte hinweg halte ich nicht f\u00fcr ausgeschlossen \u2013 leider. Und so sehr ich die Genossen und Genossinnen an der Basis der SPD und viele Abgeordnete der SPD-Fraktionen im Landtag und im Bundestag sch\u00e4tze, so wenig habe noch Vertrauen in die Landesregierung in Rheinland-Pfalz und in das Bundesgesundheitsministerium.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht geht es Ihnen wie mir, und Sie stellen fest, dass Sie mittlerweile Menschen aus Parteien Recht geben, denen Sie zuvor nie Recht gegeben haben. Ich jedenfalls habe mich politisch neu orientieren k\u00f6nnen und habe meine liberale Neigung und damit den Wert der individuellen Freiheitsrechte erkannt. Man kann Ma\u00dfnahmen scharf kritisieren und ist dennoch kein Extremist. Man kann sich aber auch vor einer Infektion sorgen, ohne Panikmacherin zu sein. Ich selbst empfand neulich \u2013 trotz vorheriger Impfung \u2013 Begr\u00fc\u00dfungen mit der Faust unangenehm. Aber auch ich kann wieder lernen, mehr unter Menschen zu sein und andere freundlich mit Ber\u00fchrungen begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen \u2013 wie fr\u00fcher. Ewige oder auch nur saisonale Distanzierungs- und Maskenregeln finde ich falsch, wenn sie als Zwangsma\u00dfnahmen gelten sollen. Wer aber bei Erk\u00e4ltungssymptomen freiwillig eine Maske verwendet oder nicht ins B\u00fcro geht: Vielen Dank! Die Betonung sollte aber auf dem Wort \u201efreiwillig\u201c liegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[1] https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/spahn-plant-einschraenkungen-und-maskenpflicht-bis-2022-17468585.html<\/p>\n\n\n\n<p>[2] https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/DJU-Gewerkschafter-joerg-Reichel-beleidigt-und-angegriffen,reichel222.html<\/p>\n\n\n\n<p>[3] https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/polizeigewalt-in-berlin-un-sonderbeauftragter-kuendigt-intervention-an-li.175271<\/p>\n\n\n\n<p>[4] https:\/\/www.ohchr.org\/EN\/Issues\/Torture\/SRTorture\/Pages\/SRTortureIndex.aspx<\/p>\n\n\n\n<p>[5] https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aussenansicht-respekt-entsteht-nicht-durch-drohungen-1.3360909<\/p>\n\n\n\n<p>[6] https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/angriffe-auf-polizisten-kein-rechtlicher-bedarf-fuer-eine-strafverschaerfung\/<\/p>\n\n\n\n<p>[7] https:\/\/www.rheinpfalz.de\/lokal\/pfalz-ticker_artikel,-gericht-l%C3%A4sst-keine-befreiung-vom-pr%C3%A4senzunterricht-zu-_arid,5137507.html<\/p>\n\n\n\n<p>[8] Beschluss des OVG Rheinland-Pfalz, 20.11.2020 \u2013 2 B 11333\/20.OVG<\/p>\n\n\n\n<p>[9] BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 19. Mai 2020 \u2013 2 BvR 483\/20 -, Rn. 1-12, http:\/\/www.bverfg.de\/e\/rk20200519_2bvr048320.html<\/p>\n\n\n\n<p>[10] https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/thema\/corona\/beitraege\/2021\/02\/verwaltungsgericht-kippt-alkoholverbot-in-brandenburg-oeffentlicher-raum-corona.html<\/p>\n\n\n\n<p>[11] https:\/\/www.bfarm.de\/SharedDocs\/Risikoinformationen\/Medizinprodukte\/DE\/schutzmasken.html<\/p>\n\n\n\n<p>[12] https:\/\/rki.de\/inzidenzen -&gt; dort die Excel-Datei<\/p>\n\n\n\n<p>[13] https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/kaiserslautern\/fck-nur-5000-zuschauer-bei-dfb-pokalspiel-gegen-gladbach-wegen-hoher-inzidenz-in-kaiserslautern-100.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine ganz pers\u00f6nliche Sicht auf Ma\u00dfnahmen, Verordnungen und die Gesellschaft in den vergangenen rund eineinhalb Jahren. Mit einer Ansicht zwischen Hysterie und Ignoranz. 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