{"id":554,"date":"2017-07-25T23:55:17","date_gmt":"2017-07-25T21:55:17","guid":{"rendered":"http:\/\/dabars.de\/blog\/?p=554"},"modified":"2017-11-07T16:11:34","modified_gmt":"2017-11-07T15:11:34","slug":"gefaehrlicher-pfusch-am-hochhausbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dabars.de\/blog\/gefaehrlicher-pfusch-am-hochhausbau\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4hrlicher Pfusch am Hochhausbau"},"content":{"rendered":"<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Prolog:<\/strong> <em>Bitte kritisch lesen!<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Hochhaus, zwanzigster Stock, mitten in einer Stadt. Ein kleiner B\u00fcroraum mit Computern und etwas unordentlichen Schreibtischen. Beim Blick aus dem Fenster f\u00e4llt ein anderes Hochhaus auf. Auff\u00e4llig deshalb, weil dort etwas h\u00e4ngt, was wie \u00a0ein \u00fcberdimensioniertes Spannbetttuch aussieht; Befestigt ist es ein paar Stockwerke unter der Turmspitze. Beschriftet mit roter Schrift und irgendwelchen Abk\u00fcrzungen und kleinerem, nicht lesbarem Text. Ein Protestplakat?<!--more--><\/p>\n<p>Ist das Geb\u00e4ude nicht das Rathaus? \u00a0Ist es besetzt? Pl\u00f6tzlich schwankt das Geb\u00e4ude um mich herum. Interessanterweise schwankt es mit der eigenen Bewegung mit. Das kenne ich sonst nur aus diesen Klettergeb\u00e4uden in so manchem Freizeitpark. Die sind aus Holz, die schwanken mal. Das sollte hier aber nicht passieren! Schnell raus hier. Ab in die Mitte des Stockwerks zu den Aufz\u00fcgen. Ein etwas mulmiges Gef\u00fchl kommt in mir hoch, ich fahre ungern alleine Aufzug. Wenn er stehen bleibt, dann will ich zumindest nicht alleine drin sein. Unz\u00e4hlige Male tr\u00e4umte ich fr\u00fcher von stecken gebliebenen Fahrst\u00fchlen, in der Realit\u00e4t erlebt hatte ich das noch nicht &#8211; zum Gl\u00fcck. Aber: Beim Hochfahren ging diesmal alles gut, also fahre ich auch einfach runter.<\/p>\n<p>Drinnen angekommen sehe ich interessanterweise nur zwei Kn\u00f6pfe: &#8222;Pfeil nach oben&#8220; &#8211; das ist Unsinn jetzt, wir sind im obersten Stock, der Knopf ist deaktiviert. Und &#8222;Pfeil nach unten&#8220;, dr\u00fccke ich da mal einfach drauf. Der Knopf leuchtet, der funktioniert wohl. Der Aufzug zeigt sein Ziel, das ist der elfte Stock. Oder ist es der zehnte? Die Technik scheint sich unsicher. Wer hat denn diesen Mist gebaut? Naja gut, steige ich eben in der Hochhausmitte um. Der Aufzug f\u00e4hrt los, aber sehr gem\u00e4chlich. Normalerweise habe ich immer das Gef\u00fchl abzuheben, schlie\u00dflich f\u00e4llt ja der Boden unter mir weg. Aber diesmal geht alles sehr langsam. Naja, hab ich Zeit, mich mal in der Fahrstuhlkabine umzugucken. Ist sehr ger\u00e4umig, gr\u00f6\u00dfer als klassische Hotelfahrst\u00fchle, eher wie einer im Krankenhaus. Aber keine Spiegel, sondern in warmem hellen orange und rot gestaltet. Also doch eher wieder wie im Hotel. Und zum Gl\u00fcck mit gl\u00e4serner Wand hinten. Immerhin, dann f\u00fchle ich mich nicht zu sehr eingesperrt, wenn er doch stecken bleiben sollte. Apropos, er scheint doch schneller zu werden, das verr\u00e4t ein Blick durch die Glasschei&#8230; Moment! Ist gar kein Glas, ist offen! Luft! Nichts! Und man hat einen Blick mehrere Stockwerke weiter runter. Und zack! Doch stehen geblieben. Aber: Theoretisch kann ich an einer Stelle aussteigen. Wo bin ich eigentlich jetzt gelandet? Ein riesiger Saal, in hellem Beige, mit vielen kleinen runden Tischen. Scheint ein hochpreisiges Lokal zu sein.<\/p>\n<p>Ich sehe den Lokalchef, der der Frisur nach zu urteilen auch Friseur sein k\u00f6nnte. Kurze, gegelte Haare, sehr eif\u00f6rmiger Kopf. \u00dcber eine kleine Absperrung schaffe ich es in sein Lokal. Wei\u00df gar nicht, ob ich hier \u00fcberhaupt etwas trinken oder essen will, sieht alles so teuer aus. Aber raus komme ich wohl erstmal nicht, ich finde kein Treppenhaus, der Aufzug ist kaputt, also warte ich erstmal. Die eigentlichen G\u00e4ste bemerken das auch, aber die haben es sich l\u00e4ngst gem\u00fctlich gemacht. Auf der Getr\u00e4nkekarte scheint auch Apfelwein zu stehen. Da sehe ich eine Dame, etwa Mitte vierzig, lange dunkelblonde Haare. Ihr sage ich: &#8222;Naja, umso mehr Zeit hat man gem\u00fctlich Apfelwein zu trinken!&#8220; Aber gibt\u00b4s nicht eine Treppe? Vielleicht da hinter der K\u00fcche? Auf der anderen Seite des Geb\u00e4udes? &#8222;Ja, kann sein.&#8220; &#8222;Na dann kann ich ja einfach da r\u00fcber!&#8220; &#8222;Nein, so einfach ist das nicht!&#8220;, erwidert er. &#8222;Da m\u00fcssen Sie au\u00dfen herum. Sehen Sie? Wir haben eine kleine Dachterrasse und dann au\u00dfen an den Fenstern entlang ist ein schmaler Gang.&#8220; Wir gehen raus auf die Terrasse und der Lokalchef zeigt mit den Weg. Links die Glasfront des Lokals, rechts daneben der kleine Kiespfad, rechts daneben geht\u00b4s steil runter. Super! &#8222;Dann gehe ich einfach diesen Weg!&#8220; schlage ich vor. &#8222;Nein,&#8220;, sagt er streng, &#8222;ist doch f\u00fcr Sie viel zu gef\u00e4hrlich! Das mache ich selbst!&#8220; Ahja? Gut, warte ich eben. H\u00e4tte es nicht auch durch die K\u00fcche einen Weg gegeben? Und wie viele Stockwerke bin ich eigentlich heruntergefahren? Direkt \u00fcber dem Lokal sind schr\u00e4ge D\u00e4cher, die an eine Kirche erinnern. Naja gut, das Hochhaus ist recht breit, scheint sich die Architektin etwas dabei gedacht haben so ein Dach auf ein Hochhaus zu pflanzen. Ich gehe derweil ins Lokal zur\u00fcck und sehe drau\u00dfen die Polizei. Scheint die \u00f6sterreichische zu sein. Na gut, die haben hoffentlich eine L\u00f6sung f\u00fcr das Aufzugproblem. Sind zwar nicht die Feuerwehr, aber irgendwie schien alles gut gegangen zu sein.<\/p>\n<p>Abends auf dem Sofa hei\u00dft es dann erstmal: Entspannen. Und Nachrichten gucken. Sieht so aus, als ginge es um die Diskussion um den G20-Gipfel in Hamburg. Schon wieder! Scheint um internationale Reaktionen zu gehen. Der Moderator h\u00e4lt einen blauen Pappordner in den H\u00e4nden, aus dem Ordner ragt ein Zettel heraus, einer mit einem kleinen Bildchen drauf. &#8222;Die &#8218;International New York Times&#8216;, die h\u00e4tte ich jetzt auch gern! &#8230;&#8220; Ist das da im Ordner die Zeitung? Nein, sieht nicht danach aus. Warum hat er denn keine gekauft, wenn er sie gerne h\u00e4tte? War wohl heute scheinbar schnell vergriffen, steht wohl was besonderes drin. Der Beitrag beginnt, man sieht Hamburg und zwei Regenbogen, angeordnet nebeneinander, als ob an ihren Seite h\u00e4ngen w\u00fcrden und eine Br\u00fccke befestigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Epilog:\u00a0<\/strong>Ist<em> diese Geschichte Fakt? Oder Fiktion? Weder noch? Sie ist weder so wirklich geschehen, noch in aktivem Denken ausgedacht! Ja, das ist m\u00f6glich! Ich habe sie dennoch gesehen, im Traum! Ein Medium wie ein Fernsehfilm, aber in 360 Grad und interaktiv. Ein Medium, das in klassischen Medienmagazinen kaum behandelt wird. Urspr\u00fcnglich beschloss ich den Traum der Nacht zuvor hier zu notieren, aber im Vergleich zum obigen ist der eher belanglos, es passiert nicht viel. Kurz: Orchester und Chor spielen im \u00fcberf\u00fcllten Hauptbahnhof in Frankfurt unter der Leitung meines fr\u00fcheren Musiklehrers. Das ist fast die ganze Handlung. Fasst mir mal bitte jemand den Traum oben in 15 W\u00f6rtern zusammen! \ud83d\ude09<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prolog: Bitte kritisch lesen! &nbsp; Ein Hochhaus, zwanzigster Stock, mitten in einer Stadt. Ein kleiner B\u00fcroraum mit Computern und etwas unordentlichen Schreibtischen. Beim Blick aus dem Fenster f\u00e4llt ein anderes Hochhaus auf. Auff\u00e4llig deshalb, weil dort etwas h\u00e4ngt, was wie \u00a0ein \u00fcberdimensioniertes Spannbetttuch aussieht; Befestigt ist es ein paar Stockwerke unter der Turmspitze. 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