{"id":342,"date":"2016-12-08T04:00:52","date_gmt":"2016-12-08T03:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/dabars.de\/blog\/?p=342"},"modified":"2016-12-08T04:39:55","modified_gmt":"2016-12-08T03:39:55","slug":"taeglichdabars-folge-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dabars.de\/blog\/taeglichdabars-folge-4\/","title":{"rendered":"T\u00e4glichDabars &#8211; Folge #4"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Berechnungsmethode die entscheidet, welches Unternehmen wie viel Rundfunkbeitrag zahlen muss, ist rechtens. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/rundfunkbeitrag-unternehmen-101.html\">So entschied das Bundesverwaltungsgericht gestern.<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2016-12\/05\/parteien-afd-startet-kampagne-gegen-rundfunkbeitrag-05163605\">Die AfD setzen sich gegen den Rundfunkbeitrag in der jetzigen Form ein.<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wbs-law.de\/medienrecht\/urteil-anspruch-auf-barzahlung-des-rundfunkbeitrags-nicht-zulaessig-70444\/\">Und \u00fcber die Zahlungsweise\u00a0gab\u00b4s auch k\u00fcrzlich ein\u00a0Urteil.<\/a> Der Beitrag sorgt in letzter Zeit f\u00fcr viel Diskussionsstoff. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Fr\u00fcher zahlte man f\u00fcr Radio und Fernsehen ausschlie\u00dflich dann, wenn man die M\u00f6glichkeit hatte, es zu nutzen. Also indem man beispielsweise ein funktionsf\u00e4higes Radio zuhause stehen hatte. Heute zahlen alle. Ungerecht? Nicht unbedingt! Ist nicht das einzige Solidarmodell. Alle zahlen, daf\u00fcr k\u00f6nnen es sich die meisten auch leisten. Denn der Beitrag wird auf mehr Personen verteilt, ist also g\u00fcnstiger f\u00fcr den Einzelnen. Ich selbst profitiere st\u00e4ndig von einem Solidarmodell: Alle Pr\u00e4senzstudenten an der Uni zahlen mit einem Teil ihres Semesterbeitrags f\u00fcr \u00f6ffentliche Verkehrsmittel. Also auch die, die jeden Tag mit dem Auto fahren. Wer also kein Auto hat und auf den \u00d6PNV angewiesen ist, kann sich freuen, denn er m\u00fcsste mehr zahlen, wenn die Leute, die mehr Geld haben (weil sie sich ein Auto finanzieren k\u00f6nnen), nichts zahlen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Das gleiche gilt f\u00fcr Unternehmen: Sie leisten eine Art Solidarbeitrag, auch wenn beim Arbeiten kein Radio l\u00e4uft. Wie hoch nun genau der Beitrag f\u00fcr Betriebe sein soll und\u00a0was die Berechnungsgrundlage daf\u00fcr ist, dar\u00fcber kann man sich streiten. Gut ist aber, dass sich auch Firmen am Rundfunkbeitrag beteiligen. Sie geben wie alle anderen Zahler die Grundlage f\u00fcr unabh\u00e4ngigen Journalismus.<\/p>\n<p>Ja, richtig gelesen: unabh\u00e4ngig. Keine Firmen, die als gro\u00dfe Sponsoren eine bestimmte Berichterstattung erwarten. Stattdessen viele einzelne Sponsoren: Die Beitragszahler. Klar gibt\u00b4s auch bei \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien Meinungen. Aber das hei\u00dft &#8222;Kommentar&#8220;, nicht &#8222;Meinungsmache&#8220; und nicht &#8222;L\u00fcgenpresse&#8220;! Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen Journalisten auch eine Meinung haben, wenn sie beim Deutschlandradio, beim ZDF oder bei der ARD arbeiten.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich darf man\u00a0unzufrieden sein mit dem Programm. Aber deswegen die Zahlung einstellen? Nein. Ich kann ja auch nicht aufh\u00f6ren meinen Studienbeitrag zu zahlen, weil mir der Fahrplan nicht gef\u00e4llt. So wie ich aber an den Verkehrsverbund schreiben kann und vorschlagen, den Fahrplan anzupassen um die Umsteigezeiten zu verl\u00e4ngern oder zu verk\u00fcrzen, hat man auch die M\u00f6glichkeit den \u00f6ffentlich-rechtlichen Redaktionen zu schreiben, wenn einem die Sendung nicht gef\u00e4llt. Was ja auch oft genug passiert, wie man besonders in den Kommentarspalten im Internet sehen kann. Eine Chance wiederum f\u00fcr die Redaktionen, die Sendungen besser zu gestalten. Vorausgesetzt, die Kritik ist konstruktiv. Also: Kritisieren ja, konstruktive Vorschl\u00e4ge machen ja, Zahlung einstellen nein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Berechnungsmethode die entscheidet, welches Unternehmen wie viel Rundfunkbeitrag zahlen muss, ist rechtens. So entschied das Bundesverwaltungsgericht gestern.\u00a0Die AfD setzen sich gegen den Rundfunkbeitrag in der jetzigen Form ein.\u00a0Und \u00fcber die Zahlungsweise\u00a0gab\u00b4s auch k\u00fcrzlich ein\u00a0Urteil. Der Beitrag sorgt in letzter Zeit f\u00fcr viel Diskussionsstoff. Warum? 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