{"id":237,"date":"2016-07-30T20:40:14","date_gmt":"2016-07-30T18:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/dabars.de\/blog\/?p=237"},"modified":"2024-11-05T22:34:56","modified_gmt":"2024-11-05T21:34:56","slug":"interview-mit-crowdspondent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dabars.de\/blog\/interview-mit-crowdspondent\/","title":{"rendered":"Interview mit Crowdspondent"},"content":{"rendered":"<p>Heute sprach ich mit Lisa Altmeier und Steffi Fetz \u00fcber ihr Projekt Crowdspondent:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-239\" src=\"http:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_20160730_130053682_HDR-1024x768.jpg\" alt=\"Crowdspondent\" width=\"840\" height=\"630\" srcset=\"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_20160730_130053682_HDR-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_20160730_130053682_HDR-300x225.jpg 300w, https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_20160730_130053682_HDR-768x576.jpg 768w, https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_20160730_130053682_HDR-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-237-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/InterviewCrowdspondent.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/InterviewCrowdspondent.mp3\">http:\/\/dabars.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/InterviewCrowdspondent.mp3<\/a><\/audio>\n<p>Update 12.09.2016 &#8211; Transkript:<\/p>\n<p>LISA ALTMEIER: Hallo, wir sind Lisa Altmeier \u2026<br \/>\nSTEFFI FETZ: \u2026 und Steffi Fetz und wir sind zusammen Crowdspondent und sind als Eure pers\u00f6nlichen Reporter in der ganzen Welt unterwegs.<br \/>\nDABARS: Wie seid ihr eigentlich zum Journalismus gekommen?<br \/>\nSTEFFI FETZ: Also ich glaube sehr klassisch bei mir durch ein Praktikum bei einer Lokalzeitung mit Reportagen beim Hundesalon und bei der Feuerwehr und so und dann auch viel Studentenzeitung gemacht und dann Praktikum beim Fernsehen beim ZDF, beim BR und dann waren wir zusammen auf der Deutschen Journalistenschule hier in M\u00fcnchen.<br \/>\nLISA ALTMEIER: Ja, bei mir war\u00b4s so: Ich hab\u00b4 immer schon gerne, sehr sehr gerne geschrieben, schon als Kind. Und irgendwann dann in der Unizeit auch angefangen, eher journalistische Sachen zu schreiben auch f\u00fcr eine Lokalzeitung hab dann mal auch beim Studentenfernsehen mitgemacht und nebenher beim WDR gearbeitet als ich noch in K\u00f6ln gewohnt hab, genau. Und danach hab\u00b4 ich mich dann f\u00fcr die Journalistenschule beworben und war nat\u00fcrlich super gl\u00fccklich, dass es geklappt hat und das war, glaube ich, f\u00fcr uns beide auch ein guter Start in den Beruf hier in M\u00fcnchen auf die DJS zu gehen, weil man da auch gleich ein gro\u00dfes Netzwerk hat.<br \/>\nDABARS: Ist die Aufnahmepr\u00fcfung da eigentlich schwer?<br \/>\nLISA ALTMEIER: Ja, sie\u00b4s schon schwer, bzw. ich hab\u00b4 das Gef\u00fchl sie wird immer schwieriger! Weil: Jedes Jahr, wenn ich\u00b4s mir angucke denke ich: Ohje, die armen Leute die das jetzt beantworten m\u00fcssen! Ja, also es ist schon schwierig, aber es ist auch schaffbar und es gibt auch viele Leute die sich einfach mehrfach bewerben das ist auch \u00fcberhaupt gar kein Problem. Also, ich w\u00fcrde auch jedem raten, bei dem\u00b4s bei ersten Mal nicht klappt: Einfach nochmal versuchen, ja.<br \/>\nDABARS: Was bedeutet denn eigentlich das Wort Crowdspondent?<br \/>\n[02:00]<br \/>\nLISA ALTMEIER: Wir beide sind die Korrespondentinnen der Crowd, also es ist sozusagen ein selbsterfundenes Wort, das einfach besagt, dass wir nicht f\u00fcr irgendeine Redaktion recherchieren, sondern f\u00fcr unsere Crowd, also f\u00fcr die User, die sich unsere Sachen anschauen und durchlesen wollen.<br \/>\nDABARS: Wer hatte denn eigentlich die Idee?<br \/>\nSTEFFI FETZ: Also, die Idee hatten wir vor drei Jahren zusammen, da waren wir noch auf der Journalistenschule hier in M\u00fcnchen und haben da einfach mal zusammen \u201arumgesponnen\u2018, weil wir beide nochmal was ausprobieren wollten bevor es so richtig losgeht und bevor wir in irgendwelchen Redaktionen sitzen; und haben dann beschlossen, dass wir nach Brasilien gehen und da als Reporter unterwegs sein wollen und irgendwie war uns das so ein bisschen zu langweilig und wir wollten noch was dazu erfinden.<br \/>\nDABARS: In Brasilien, war das dann auch schon das Projekt von vor zwei Jahren?<br \/>\nLISA ALTMEIER: Genau, also vor drei Jahren war das ja in Brasilien, hatten wir uns auf ein Stipendium beworben vom \u201eVocer innovation media lab\u201c, die f\u00f6rdern journalistische Ideen. Genau, und dann haben wir gesagt: Dann denken wir uns noch was Innovatives aus dann bezahlen die uns unseren Brasilientrip und dann haben wir gesagt: Ok, wir lassen einfach unsere Leser entscheiden was wir da \u00fcberhaupt recherchieren sollen und bringen selbst eigentlich keine Themen ein, sondern lassen das alles von der Crowd bestimmen. Und das fanden die gut und haben uns dann das Geld gegeben.<br \/>\nSTEFFI FETZ: Und es kam so ein bisschen aus dem Grund, weil wir das Gef\u00fchl hatten, dass Auslandsjournalismus immer so wahnsinnig weit weg ist und dass wir gerne so einen direkteren Draht zwischen den Journalisten und den Lesern uns vorstellen k\u00f6nnten oder gerne h\u00e4tten und dann kam die Idee zu Crowdspondent.<br \/>\nDABARS: Und ihr wart ja in Brasilien ihr wart in Japan, wie gut k\u00f6nnt ihr denn eigentlich Portugiesisch bzw. Japanisch?<br \/>\n[03:55]<br \/>\nLISA ALTMEIER: Naja, jetzt bitte keinen Sprachtest machen, weil ich glaube, da w\u00fcrden wir eher durchfallen. Also Portugiesisch konnten wir glaube ich nach den drei Monaten wirklich ganz gut, weil wir beide schon vorher Spanisch und Franz\u00f6sisch gesprochen haben, das erleichtert das Ganze. Und Portugiesisch ist ja jetzt auch nicht so schwer. Japanisch ist schon so eine Sache. Also die Sprache, die m\u00fcndliche Sprache ist eigentlich auch nicht so schwierig, aber trotzdem: Schon alleine, wenn Du eigentlich kein einziges Schriftzeichen lesen kannst, hast Du eigentlich ja schon ein Problem. Also da sind wir nicht sonderlich fortgeschritten und wir konnten uns irgendwie verst\u00e4ndigen und auch was zu essen kaufen, und so weiter aber hatten dann doch im Zweifel immer jemanden, der f\u00fcr uns \u00fcbersetzt hat.<br \/>\nDABARS: Ihr habt ja in diesem Jahr wieder ein neues Projekt, um was geht\u00b4s denn da?<br \/>\nSTEFFI FETZ: In diesem Jahr sind wir in Deutschland unterwegs und recherchieren da. Und zwar machen wir Politikjournalismus, weil wir irgendwie so das Gef\u00fchl hatten, als wir aus Japan wieder zur\u00fcckgekommen sind, dass sich die Stimmung im Land ziemlich ver\u00e4ndert hat und haben mit ein paar Leuten auch gesprochen, die pl\u00f6tzlich gesagt haben, sie reden mit ihren Freunden und Bekannten gar nicht mehr \u00fcber Politik, was uns beide ziemlich erschreckt hat und wo wir gesagt haben: Ok, da muss man was machen. Wir finden es n\u00e4mlich wichtig, dass man \u00fcber Politik redet. Vor allem, weil es jetzt auch ein Jahr vor der Bundestagswahl 2017 ist und das schwierige ist ja auch immer, dass so viele politische Themen so kurzfristig dann behandelt werden, so kurz vorher, wenn man dann so eine Wahlentscheidung treffen muss und wir haben halt gesagt: Wir wollen uns ein bisschen l\u00e4ngerfristig damit auseinandersetzen und schon ein Jahr vorher anfangen zu recherchieren und politische Themen zusammen mit der Crowd machen.<br \/>\nDABARS: Kann\u00b4s dann auch sein, dass diese aktuelle Verunsicherung, die ja auch die Politik sehr besch\u00e4ftigt, durch die verschiedenen Vorf\u00e4lle, die ja hier in Bayern passiert sind, dass das auch Thema sein kann?<br \/>\n[05:52]<br \/>\nLISA ALTMEIER: Also wir starten am 1. August so richtig auch mit der ganzen Themensammelei. Ich kann mir gut vorstellen es dazu auch Fragen gibt, ja, aber wir wissen\u00b4s tats\u00e4chlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz genau.<br \/>\nDABARS: Nehmt ihr eigentlich jeden Themenvorschlag der dann kommt auch an zum Recherchieren?<br \/>\nSTEFFI FETZ: Nein, nein!<br \/>\nLISA ALTMEIER: Also wir k\u00f6nnen ja nicht alles recherchieren, wir bekommen immer viel mehr Themen. Das hei\u00dft, wir sortieren die: Alles was uns einigerma\u00dfen verst\u00e4ndlich erscheint landet dann auch auf unserer Seite als Vorschlag und dann k\u00f6nnen die Nutzer nochmal dar\u00fcber diskutieren. Aber wenn wir jetzt merken \u2026 Also einmal hatten wir so eine Frau die irgendwie Brennnesseltee verkaufen wollte oder sowas, \u2026 sowas fliegt dann raus. Genauso wie irgendwelche PR-Vorschl\u00e4ge, weil wir ja keine Unternehmenskommunikation machen, sondern wirklich Journalismus.<br \/>\nSTEFFI FETZ: Genau, also mein \u201eNein\u201c war vor allem auf das Letztere bezogen. Also alle journalistischen Themen nehmen wir uns total gerne vor. Aber alles, was irgendwie so in die Richtung \u201eHey, berichte \u00fcber mein tolles Produkt, das ist so wahnsinnig gut!\u201c ist, das kicken wir sofort raus.<br \/>\nLISA ALTMEIER: Und klar haben wir jetzt diesmal auch als Besonderheit diese Begrenzung, dass wir wirklich sagen: Es geht um Politik. Das hei\u00dft, da m\u00fcssen wir wahrscheinlich auch ein bisschen st\u00e4rker aussieben als sonst.<br \/>\nDABARS: Gab\u00b4s denn eigentlich auch schon Themen, die zwar dann angenommen wurden von Euch aber dann wegen irgendwas dann doch nicht recherchiert werden konnten?<br \/>\nLISA ALTMEIER: Wir hatten, als wir vor zwei Jahren auch mal in Deutschland unterwegs waren, ein Thema, was wir eigentlich ganz spannend fanden, da ging\u00b4s um das Sorgerecht, um Sorgerechtsprozesse. Und das war tats\u00e4chlich in der Zeit, in der wir unterwegs waren, nicht zu realisieren. Das fanden wir total spannend, haben auch mit Anw\u00e4lten telefoniert, usw. Aber wir hatten nichts, wo wir wirklich h\u00e4tten dabei sein k\u00f6nnen und das war so ein gro\u00dfes, kompliziertes Thema, dass wir gesagt haben: Ok, das schaffen wir jetzt einfach in den letzten zwei, drei Wochen nicht mehr, das gut umzusetzen. Und so haben wir das erstmal beiseitegelegt obwohl es echt ein gutes Thema war wie wir fanden.<br \/>\n[08:00]<br \/>\nDABARS: Und bei Themen, die sich umsetzen lassen, wie werden die dann ver\u00f6ffentlicht?<br \/>\nSTEFFI FETZ: Wir ver\u00f6ffentlichen alle Themen bei uns auf dem Blog. Das hei\u00dft jeder hat freien Zugang zu allem, was wir ver\u00f6ffentlichen und produzieren. Und ja, zus\u00e4tzlich ver\u00f6ffentlichen wir teilweise auch noch bei anderen Medien, also zum Beispiel bei der \u201eS\u00fcddeutschen\u201c oder hatten auch schon eine kleine Fernsehsendung auf \u201eEinsPlus\u201c. Also bei uns gibt\u00b4s Videos vor allem, die man auch bei uns auf dem \u201eYouTube\u201c-Kanal gucken kann. Und ganz viele Texte und ganz viele so kleinere Snippets und wir haben auch schon mal einen Podcast gemacht!<br \/>\nDABARS: Wie waren denn eigentlich bisher die Reaktionen der Nutzer oder auch von anderen Kollegen?<br \/>\nLISA ALTMEIER: Am Anfang war die Reaktion eher so: H\u00e4, was wollt ihr denn da machen, das klappt doch eh nicht, da macht sowieso keiner mit, kein Leser will Themen einreichen. Das war dann relativ schnell klar, dass es nicht stimmt, weil es hatte vorher keiner so richtig ausprobiert. Wir dann schon und ja, also ich glaube, die Reaktionen sind ganz gut. Wir sind kein Massenmedium, wir haben ein paar Tausend Nutzer die uns auch finanziell teilweise unterst\u00fctzen beim Crowdfunding und die uns Themen einschicken. Ich w\u00fcrde sagen wir haben eine relativ stetige Leser- und Zuschauerschaft, die jetzt nicht unfassbar gro\u00df ist, aber die sehr verl\u00e4sslich ist und die auch gute Ideen einbringt und die auch ziemlich positiv ist. Wenn man sich so anguckt, was sonst in diesem Internet so los ist bez\u00fcglich Journalismus und \u201eFacebook\u201c und sonstigen Kommentaren sind wir da eigentlich immer auf einer sehr konstruktiven Ebene mit unseren Nutzern.<br \/>\n[09:55]<br \/>\nDABARS: Und Stichwort Crowdfunding: Es scheint ja auch immer noch genug Leute zu geben die dann auch regelm\u00e4\u00dfig spenden. Warum gab\u00b4s denn eigentlich gerade in den letzten Tagen erst so viel, dass es gereicht hat und vorher eher weniger?<br \/>\nLISA ALTMEIER: Tja, die Frage m\u00fcsstest Du dann an unsere Zuschauer und Leser stellen und nicht an uns! Ja, es war eigentlich immer so, dass am Schluss nochmal dann ein gro\u00dfer Batzen gekommen ist. Also letztes Jahr war es genauso bei Japan. Deswegen haben wir uns, glaube ich auch weniger Sorgen gemacht als unsere Freunde teilweise. Ganz genau, ich glaub viele dachten dann: Oh Gott, es k\u00f6nnte nicht klappen, jetzt gebe ich aber echt, lege ich echt noch was drauf und am Ende haben wir auch 1500 Euro mehr bekommen als wir eigentlich haben wollten. Das hat uns dann auch \u00fcberrascht, weil wir dachten dann auch es w\u00fcrde doch knapp werden.<br \/>\nSTEFFI FETZ: Also es hat man ja auch voll oft ich kenn das von mir auch, dass man irgendwie so denkt: Ich muss es unbedingt noch machen und dann verschiebt man das immer so, und dann f\u00e4llt es einem wieder ein. Also ich glaube es geht total vielen so. Und, was wir dann auch irgendwie erst so richtig festgestellt haben, als wir das Crowdfunding gestartet hatten: Wir haben das halt total in die \u201eEM\u201c-Zeit reingelegt, wo alle auch viel mit Fu\u00dfball besch\u00e4ftigt waren oder mit: Hey jetzt ist doch mal sch\u00f6nes Wetter, lass mal rausgehen. Aber es hat ja letztendlich doch geklappt.<br \/>\nLISA ALTMEIER: Und das Ende lag dann auch nach dem Finale bzw. auch nach dem Halbfinale, wo Deutschland dann rausgeflogen ist \u2026<br \/>\nSTEFFI FETZ: Also wir hatten Spa\u00df!<br \/>\nLISA ALTMEIER: \u2026 und die Leute sich dann wieder anderen Sachen widmen konnten.<br \/>\nDABARS: Was finanziert ihr eigentlich alles mit dem Geld?<br \/>\n[11:36]<br \/>\nSTEFFI FETZ: Also jetzt in diesem Herbst finanzieren wir damit unsere politikjournalistische Recherche in Deutschland. Und wir wollen f\u00fcr unsere Zuschauer, User, Leser zehn Videos produzieren zu zehn verschiedenen politischen Themen. Und genau das ist das, was wir auch auf der \u201estartnext\u201c-Seite bei unserem Crowdfunding gesagt haben was wir machen werden. Und dazu gibt\u00b4s nat\u00fcrlich ganz viele Texte von uns auf dem Blog, die die Recherche und bisschen den Hintergrund dazu begleiten werden. Und damit finanzieren wir vor allem die Recherchereisen. Wenn Du von M\u00fcnchen aus in Deutschland umherf\u00e4hrst, dann ist es halt immer ganz sch\u00f6n weit s\u00fcdlich, ganz sch\u00f6n am Arsch, und dann brauchst Du einfach immer ein bisschen lang.<br \/>\nLISA ALTMEIER: Und nat\u00fcrlich finanzieren wir auch unsere Technik dar\u00fcber. Wir haben eine Kamera, erneuern da auch unser Equipment relativ regelm\u00e4\u00dfig bzw. versuchen von Jahr zu Jahr ein bisschen besser zu werden und das geht auch nur, weil die User uns Geld geben und wir das dann so finanzieren k\u00f6nnen, weil wir zum Beispiel letztes Jahr aus Japan nicht sonderlich viel verkauft haben. Das hei\u00dft, wir sind wirklich darauf angewiesen, dass die Leute uns auch beim Crowdfunding unterst\u00fctzen.<br \/>\nDABARS: Und wann geht die Recherche los?<br \/>\nLISA ALTMEIER: \u00dcbermorgen geht\u00b4s los! Wir posten dann einen Aufruf und sagen nochmal: Hey, schickt uns Eure Themen! Ein paar Sachen sind schon eingetrudelt, aber dann geht\u2019s halt richtig los. Und dann werden wir im August erstmal die Themen sortieren und inhaltlich schon mal einstiegen und ab Herbst werden wir dann \u201eon the road\u201c sein und dann auch vor Ort Sachen recherchieren.<br \/>\nDABARS: Und wann werden dann die einzelnen Sachen ver\u00f6ffentlicht, die einzelnen Ergebnisse?<br \/>\nLISA ALTMEIER: Das wissen wir noch nicht so genau.<br \/>\nSTEFFI FETZ: Kommt auch ein bisschen darauf an, was f\u00fcr Themen jetzt reinkommen, welche Gespr\u00e4chspartner wir dann daf\u00fcr finden, wo wir hinm\u00fcssen, wie viel wir daf\u00fcr drehen m\u00fcssen. Also das k\u00f6nnen wir jetzt ehrlich noch nicht richtig sagen. Da wollen wir uns im August die Zeit daf\u00fcr nehmen, das ein bisschen zu strukturieren und zu planen. Und wir lassen es die Crowd auf jeden Fall wissen.<br \/>\n[13:51]<br \/>\nLISA ALTMEIER: Das ist ja auch ein bisschen bei uns der Vorteil. Wir haben jetzt keine Deadline in dem Sinne, dass wir sagen: Schei\u00dfe, wir m\u00fcssen jetzt n\u00e4chste Woche irgendwas auf der Seite haben. Sondern wir k\u00f6nnen auch sagen: Oh, wir haben hier drei super Themen, die machen wir jetzt alle direkt hintereinander. Oder: Wir warten jetzt noch zwei Wochen, weil gerade w\u00e4re das Ergebnis wahrscheinlich noch nicht optimal.<br \/>\nDABARS: Kann es auch sein, dass es vielleicht wieder eine Fernsehsendung gibt oder was im Radio, oder \u2026.<br \/>\nLISA ALTMEIER: Kann sein. Aber bisher wissen wir das tats\u00e4chlich noch nicht, und unsere Hauptzielgruppe ist halt schon die Crowd. Es war teilweise dann schon so, dass irgendwelche Verlage oder Sender auf uns zugekommen sind noch kurz vorher. Das wei\u00df man halt nie so ganz genau und wir w\u00fcrden uns da auch nicht drauf verlassen. Wie gesagt, letztes Jahr hatten wir keine gr\u00f6\u00dfere Kooperation oder so da haben wir alles selbst finanziert. Deswegen: mal sehen.<br \/>\nSTEFFI FETZ: Aber klar, wenn wir irgendwo anders das noch ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnen, ist das nat\u00fcrlich auch super, weil mehrere Leute das dann lesen k\u00f6nnen und klar w\u00fcrden wir uns dann auch freuen. Das ist jetzt nicht so, dass wir das kategorisch ausschlie\u00dfen. Aber so im ersten Schritt ist es so, dass wir eben mit unserer Crowd zusammenarbeiten wollen und das f\u00fcr die auch produzieren und im zweiten Schritt, wenn\u00b4s dann irgendwo anders noch ver\u00f6ffentlicht wird, ist es cool.<br \/>\nDABARS: Dankesch\u00f6n!<br \/>\nSTEFFI FETZ: Danke Dir!<br \/>\nLISA ALTMEIER: Danke!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute sprach ich mit Lisa Altmeier und Steffi Fetz \u00fcber ihr Projekt Crowdspondent: Update 12.09.2016 &#8211; Transkript: LISA ALTMEIER: Hallo, wir sind Lisa Altmeier \u2026 STEFFI FETZ: \u2026 und Steffi Fetz und wir sind zusammen Crowdspondent und sind als Eure pers\u00f6nlichen Reporter in der ganzen Welt unterwegs. DABARS: Wie seid ihr eigentlich zum Journalismus gekommen? [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,34,3],"tags":[80,78,79,81,82],"class_list":["post-237","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-interview","category-netz","tag-altmeier","tag-crowdfunding","tag-crowdjournalismus","tag-fetz","tag-reise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=237"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1166,"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237\/revisions\/1166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dabars.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}